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Ein Feature, das ich in den letzten Jahren zu schätzen gelernt habe, ist der Offline-Modus von ExpressionEngine.

Während eine Website entsteht, ist sie offline. Besucher sehen nur die Ansage »Wartungsarbeiten. Diese Website steht Ihnen bald wieder zur Verfuegung.«, während Super-Admins am System arbeiten, alle Templates und Inhalte kontrollieren und sämtliche Ergebnisse live sehen können.

Ungestörtes Arbeiten ist wunderbar. Zufällige Besucher können nicht auf die unfertige Site stolpern und der Kunde bekommt das Projekt ab dem Moment zu sehen, wo es auch wirklich Sinn macht.

Wer schon mal an einer größeren Site gebaut hat, während aufgeregte und neugierige Kunden die ganze Zeit darin herumwühlten, weiß Bescheid:

Es kostet unnötige Nerven, ständig erläutern zu müssen »Bitte schicken Sie dazu noch kein Feedback, das ist noch nicht fertig« oder »Das ändern wir noch, steht längst auf der To-Do-Liste und es ist nicht nötig, diese x Seiten jetzt durchzusehen, die sind noch nicht zur Freigabe bereit« und so weiter.

Offline-Modus also, hinter verschlossenen Türen arbeiten sozusagen. Sehr komfortabel.

*

Bizarrer Nebeneffekt:

Gestern hatten wir dann das Erlebnis, dass ein anderer Dienstleister mit Zugriff auf den FTP-Bereich den Kunden darauf ansprach, wir würden gar nicht arbeiten, denn auf dem Webspace habe sich ja noch gar nichts getan, er habe sich da genauestens umgeschaut.

Nun finde ich es gleich noch dreimal so großartig, eine professionelle Software einzusetzen, für die ungestörtes Arbeiten an entstehenden Sites ein Standard-Feature ist.

Und den kleinen Irrtum konnte ich klären. 

# melody am 19. Februar 2009 um 07:41 PM
Arbeitsalltag • | (683 Aufrufe)

Kommentare:

Auch wenn du das klären konntest, das war aber ein besonders reizender Dienstleister…

Biggi  am  20. Februar 2009

Oh ja. So eine Unverschämtheit habe ich noch nie erlebt, um es mal milde zu formulieren.

Carola  am  20. Februar 2009

Achje. Wie geht man denn mit so etwas um? #sprachlos

Simone  am  20. Februar 2009

Sachlich.

Zuerst war ich so verblüfft, dass ich nur das Selbstverständliche erklärt habe: FTP-Aktivitäten sagen rein gar nichts aus, schliesslich arbeitet man bei größeren Projekten auch lokal und lädt dann erst auf den Webserver hoch ... und dann habe ich eben auch noch erläutert, dass EE diesen im Beitrag beschriebenen Offline-Modus hat (und ich nicht gerade dafür bekannt bin, mir statt Arbeit durchzuführen die Fingernägel zu lackieren).

Carola  am  20. Februar 2009

Wer ein CMS ohne so einen tollen Offlinemodus hat, der lädt eine index.htm(l) hoch und sieht zu das der Server richtig konfiguriert ist.
Die meisten Server liefern erst statische Seiten (.htm, .html) aus bevor sie sich an Scripte (.php usw.) machen. Die Reihenfolge kann man zumindest beim Apache festlegen.

Ralf  am  20. Februar 2009

Ja, klar. Aber: Er hat doch mit einem FTP-Programm nachgeschaut, ob ich denn auch artig bin und fleissig :-) und ist außerdem der Server-Admin.

Carola  am  20. Februar 2009
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