Hier, drüben, nebenan und eigentlich in jedem meiner Blogs eine Handvoll Linkbaiter entfernt, deren stumpfblöde Kommentare nicht darüber hinwegtäuschen konnten, dass es nur darum ging, einen Link zu hinterlassen.
Wie meistens schrieb ich den einzelnen Spammern, dass der Versuch bei mir nicht lohnen würde, da ich solche Kommentare grundsätzlich entferne.
Wenig überraschend, dass besagte “Heike” eines “Blogs” xxxtrading24.de oder so ähnlich :-) sich prompt in einen antwortenden SEO-Geschäftsführer namens Martin verwandelte, der beleidigt antwortete: »Du bist total toll ... noch ein Grund mehr warum man sich die Blogs gar nicht mehr ansehen braucht…«
Das nenne ich ehrlich. Widerlich, aber ehrlich.
Und ein Grund mehr, nie wieder einen von diesen Linksammlern stehen zu lassen, egal wo und egal in welchem Blog.
# melody am 14. April 2009 um 04:42 PM
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Blogosphäre und wie sie funktioniert, darüber schreiben ja recht viele und recht häufig und meinen in der Regel: Wie wird man berühmt, reich und erfolgreich? Anders können die ganzen Nervensägen-Blogs ja nicht zustande kommen ...
Blogosphäre, die besteht aber auch aus solchen Bausteinchen: Da verlinkt einer ein halbes Dutzend Blogs und Blogger, die ihm gut gefallen.
In den Comments kommt sofort jemand angerannt und erklärt, dass einer der Erwähnten ja gar kein “echter” Blogger sei, da vorher schon berühmt (hier bitte ein großes L, ein großes O und noch ein großes L einsetzen).
Daraufhin kontert der Autor: »... wenn jemand nur deshalb, weil er berühmt ist, kein Blogger mehr sein darf, dann würde die Blogosphäre ja zur Kinderkrippe oder zur Resterampe.« (Den großen bunten Rest mal einfach eben weggelassen. Hoffe ich.)
Schon kommt der Nächste und merkt an, dass ein weiteres der verlinkten Blogs ja »tot« sei, da seit längerer Zeit nicht aktualisiert. (Mag wahrscheinlich in erster Linie Linkschleudern, die große Nachrichtendienste recyceln und den Feedreader schön fit halten, vermute ich. Mich langweilen die ja.)
Vielen Dank für die Mühe, nicht nur Gewäsch und Hype abzutippsen, sondern Anmerkungen und Links mit anderen zu teilen, so was könnte man natürlich auch mal kommentieren. Also ohne Sättigungsbeilage obendrein. Einfach nur so. (Ist aber eher selten.)
*
Die Sammlung aus kleinen Gutsherren, großen Erziehungsberechtigten und mittelgroßen Besserschwätzern, die ein durchschnittlicher Blog-Eintrag in einem halbwegs beachteten Blog abwirft, die muss man nämlich auch aushalten.
Und das wiederum sagt einem keiner. Jedenfalls nicht vorher.
# melody am 15. Januar 2009 um 02:48 PM
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... genau. Wenn die Hutschnur platzt, liegt das bei mir meistens am situationsbezogenen Kommunikationsschwächeln von Leuten, die eigentlich was von mir wollen (Geld nämlich) und daher auch was von mir wollen sollten (statt mich anzupampen).
Heute war dann mal so ein Tag, an dem das Bloggen als Ventil nicht reichte - normalerweise beisse ich die Zähnchen höflich zusammen und explodierte erst nachher eine Runde, um mich abzureagieren.
Diesmal wurde ich kurz laut. Es war aber auch zu nervig.
Versandhaushotlinedame, im Folgenden kurz VHD: »Versandhaus Blasüpp, Frau X, guten Tag. Was kann ich für Sie tun?«
Ich, im Folgenden kurz ICH genannt: »Guten Tag, mein Name ist ... Letzte Woche habe ich bei Ihnen zwei Artikel bestellt, einmal Motorikspielzeug und einen Sicherheitsgurt für den TrippTrapp. Das Spielzeug wurde geliefert, der Gurt nicht. Sie schickten mir einen Verrechnungsscheck, da der Gurt nicht lieferbar sei und ich bestellte den Gurt anderswo. Noch hatte ich keine Zeit, den Scheck einzulösen. Heute erhielt ich dann doch den Gurt von Ihnen. Was machen wir da jetzt am besten, damit es kein Buchhaltungsdurcheinander gibt?«
VHD: »Ja wieso, was WOLLEN SIE DENN JETZT VON MIR, schicken Sie’s halt zurück!«
Ich, in dem für Telefonstalker reservierten Erzieherinnentonfall: »Hallo. Haben Sie mir eigentlich zugehört? Ich rufe hier auf meine Kosten an, damit das Durcheinander, das Ihre Firma verursacht hat, kein Durcheinander für mich und in IHRER Buchhaltung nach sich zieht und würde jetzt gerne wissen, ob Sie bitte im System notieren können, dass der Gurt Retour geht und ich den Scheck einreiche, was eh nerviger ist als eine Rückbuchung.«
Sie war dann zwar ziemlich eingeschnappt, aber bestätigte mir brummig, dass sie das nun ergänzt habe.
Na also. Geht doch.
# melody am 21. August 2008 um 05:07 PM
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Interface-Psychologie, so lustiger wie ernst zu lesender Beitrag auf TechCrunch:
An evolving cultural curiosity: We need a fake follow, bezugnehmend auf den gefühlten Druck, eine Kontaktaufnahme zu erwidern oder zum “Follower” oder Kontakt von anderen zu werden, um deren Gefühle nicht zu verletzen. Social eben. Nicht nur Networking.
Als ich meinen deutschen Twitter-Account einrichtete, sammelte ich pflichtschuldigst alles ein, was ich so kannte. Rund ein Dutzend schmiss ich dannn sofort wieder raus, als ich merkte: Will ich ja gar nicht wirklich lesen! Wahrscheinlich sind die jetzt alle entweder in Therapie oder haben es nicht mal bemerkt :-) inzwischen schwanke ich aber auch schon wieder zwischen dem Wunsch, eigentlich nur wenige bestimmte Leute zu lesen und dem anderen Wunsch, einfach nett zu sein, wenn jemand mitliest.
# melody am 10. August 2008 um 06:27 PM
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An Schlagzeilen, die ungefähr so lauten: "Verklagen ist das neue Hobby von Uma Thurman" und wenn man weiterliest, findet man heraus:
Die Frau hat sich einen Stalker vom Hals geklagt und geht jetzt gegen einen Vertragsbruch vor. Letzteres wird sie schon selbst einschätzen können, da möchte ich mich nicht tiefer in die Gossenpresse einlesen.
Aber mit einem Hobby lässt es sich wirklich nicht vergleichen, wenn man sich darum bemüht, jemanden loszuwerden, der einen jahrelang verfolgt und diese Schlagzeile ist so richtig schön doof, erweckt den Eindruck, als handele es sich bei Thurman um so ein abgebrochenes Prozessmeierchen.
Zumal Stalker es ja eh mit sich bringen, dass ein gequältes Opfer sich rechtfertigen muss, überhaupt belästigt worden zu sein - und je schlimmer das Stalkertier, desto befleissigter ist es meist, sich auch noch selbst als geschädigt und benachteiligt darzustellen, denn diese Menschen haben ja irgendwo im Kopf was falsch verdrahtet und finden sich selbst Opfer.
Aber schön, die Schlagzeile mal eben runtergelutscht, was soll’ s.
# melody am 11. Mai 2008 um 10:04 AM
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Der QUELLE-Newsletter prangt im Posteingang, sein Betreff verkündet: »Romantisches Brautkleid für nur 149,95 Euro!«
Dazu könnte man so viel sagen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen will :-) Erstens ein Brautkleid aus dem Versandhauskatalog. Zweitens ein Discount-Brautkleid, aus dem Versandhauskatalog. Diese beiden Punkte sind wohl selbsterklärend. Drittens aber ist daran nichts romantisch, ehrlich nicht.
Im Newsletter selbst steht dann, es handele sich um eine limitierte Stückzahl und müsse vorbestellt werden. Das wiederum passt nicht zum Discount-Gedanken. Dafür geht das sexy schwarze Stretchkleid aus der Hochzeits-Annonce mit seitlichen Raffungen bestimmt auf irgendeiner Feier, ist nur die Frage auf welcher.
Das Kleid wiederum gibt es von Größe 34 bis 44 und ist wenigstens keine Sissy-Sahnetorte, aber natürlich aus Polyester. Dafür kann man es auf Raten zahlen.
Genug gelästert, es gibt auch lobenswertes: Man kann sich das Kleidungsstück in 3D anschauen.
# melody am 20. März 2008 um 02:58 PM
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Wer viel und gerne über Ebay kauft, erfährt und lernt zwangsläufig mehr über Menschen, als je beabsichtigt war. Sei es nun das kindische "erst du, dann ich" der Bewertungsrituale oder die schroffe Aufforderung, an diesen gefälligst teilzunehmen, seien es die blumigen Artikelbeschreibungen für den größten Schrott oder Ferengis, die sich weigern, zusammen gekaufte Artikel gemeinsam zu verschicken und das Vierfache des ersteigerten Warenwerts an Porto verlangen: Besser, man regt sich gar nicht erst auf.
Nach vielen Jahren entspannten Ebayens ist meine Glückssträhne jetzt gerissen oder der Massentourismus ins Internet verdirbt einfach das Benehmen der Händler. Seit Wochen muss ich mich täglich nebenbei beschäftigen mit Einzelfällen. Zum Beispiel Artikel, die voller Fingerabdrücke in Form von lösungsmittelresistenten Farbflecken geliefert wurden und bei denen der Händler dann nur lakonisch meinte »Schauen Sie doch, ob Sie’ s abkriegen«, was wir aber nicht wollten, da es sich um neuwertiges Spielzeug handelte, woraufhin ein höflich-bestimmter Reklamationstanz begann. Den ich am Ende natürlich gewann. Aber es nervt.
Tisch und Stühle kann man auch bei Ebay kaufen. Die kommen dann aber nicht sofort. Wenn man nachfragt, heißt es »oops, Paket verloren«. Das denke ich mir auch, die kleinen Päckchen von 250kg gehen immer als erste verloren. Tisch und Stühle kamen beim zweiten Anlauf, diesmal gab es auch eine Sendungsnummer (die erste war “verloren”), und es fehlten tatsächlich nur zwei Muttern.
Wenn ich bedenke, wie mir der letzte Ebay-Händler quasi Diebstahl unterstellte, als ich höflich fragte, wo denn die 50 Konferenzhüllen für 1,99 bei meiner ansonsten recht umfangreichen Büromaterialbestellung verblieben seien, sind fehlende Muttern doch ein Klacks. So geht es also schon seit Wochen. Kaufen, fleckige, beschädigte oder unvollständige Ware reklamieren, zurücksenden, warten. Von den hauptberuflich Vollbekloppten mal ganz abgesehen, die erst falsche Päckchen schicken und dann mit Anwälten drohen, obwohl man prompt und brav zurückgeschickt hat und dies per Sendungsnummer auch belegen kann.
So kann man sich Ebay natürlich auch abgewöhnen. Wenn man denn könnte. Noch ist es trotz aller Widrigkeiten zu praktisch.
# melody am 11. März 2008 um 01:20 PM
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Bzw. wohl eher der Mangel an Respekt könnte das Thema eines arg entnervten und entsprechend langen Blog-Eintrags sein, der mir jetzt mühelos von den Tasten fluppen würde. Auslöser ist mal wieder lieblos dahingeklatschte chaotische Kommunikation mit mangelhaften Arbeitsergebnissen, letztere sind eine Folge hektischer Grundhaltung, würde ich sagen.
Wenn ich auf einer Messe sitze, beim Kunden bin oder mich auf dem Weg zu einem Meeting befinde, schreibe ich keine geschäftlichen Mails, in denen ich auch noch erwähne, dass ich im Grunde gerade was Interessanteres mache. Das wäre dumm, weil schlecht erzogen und enorm unprofessionell in der Wirkung. Macht man einfach nicht.
Es gibt kein Kommunikations-Gegenüber, das auf hektische unkonzentrierte Mitteilungen abfährt.
OK, einmal kann das vorkommen. Zweimal vielleicht.
Aber wenn man merkt, für den anderen ist das Normalität, geht wahrscheinlich täglich so und der würde auch vom Klo aus noch unkonzentrierte und hastig zusammengeklatschte Business-Mails schreiben ... steht für mich fest: So will und werde ich nicht arbeiten. Auch nicht zusammen.
Was weniger mit der Location des Absenders zu tun hat als damit, dass, wenn man so lässig in der Gegend rumflatscht und weder das eine, noch das andere 100%ig macht, sondern mangelnde Konzentration zum persönlichen Style erhoben hat, keine brauchbare Ergebnisse herauskommen.
Das tun sie nämlich nicht. Absolut nicht.
Nun ist es doch ein kurzer Eintrag geworden. Reicht aber auch.
# melody am 19. Februar 2008 um 07:48 PM
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