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Schlechte Manieren von Providern: In der FAQ und auf den Internetseiten nur erklären, wie man anderswo kündigen kann, um zu ihnen zu kommen.

Nicht aber, wie man reibungslos von ihnen weg wechselt.

Nervtötender Kinderkram, unhöflich und zum Bleiben veranlasst es auch nicht. Das könnte man professioneller gestalten.

# melody am 08. Juni 2010 um 04:19 PM
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Social Media Networking Plattformen können etwas, das Standard-Mailanwendungen nicht zustanden gebracht haben: Sie bringen Leute zum Versenden von Nachrichten, von denen man per Mail höchstens einmal im Jahr gehört hat - wenn sie den aktuellsten Kettenwarnbrief herumschickten.

Was ja nichts Schlechtes sein muss. Wer im Web arbeitet, freut sich einen Schnitzelberg, wenn keine Phishingwarnung an ihm vorbeigeht, einfach indem sie von jedem an alle gesendet wird. Sonst könnten sich die vielen interessanten Botnet-Viren auch nicht so gut verteilen. Aber ich schweife ab in gefährliche Gefilde. Niemand weiß, wo ein ausführlicher Rant über Mailgewohnheiten anderer Leute aufhören würde. Vielleicht würde er das einfach nie.

*

Was ich eigentlich sagen wollte: Nun können sie auf einmal alle mit dem umgehen, was das Web zu bieten hat. Es muss nur große bunte Buttons haben, penetrant an jede offene Aktion erinnern und sich Vernetzung nennen, schon gehen auch ganz normale Mails. Sie müssen halt nur über Stayfriends ausgetauscht werden, dann fluppt das schon.

Vorteil: Man kann die Mail-Adresse des vernetzten Empfängers nicht vergessen, falsch schreiben oder auf einem anderen Rechner vergessen.

Nachteil: Es ist nicht Mail. Ist nicht privat. Kein Mensch weiß, wer da alles wann reinschnüffelt und wie lange der Austausch gespeichert wird.

Vorteil: Wichtige Nachrichten landen nicht im Spam, Bildschirmschoner und Kettenmails können nicht angehängt werden.

Nachteil: Es ist nicht Mail. Man kann Spam nicht filtern und sich keine Dateianhänge schicken.

Vorteil: Andere kümmern sich um die Virensicherheit des “Posteingangs”.

Nachteil: Andere kümmern sich um die “Sicherheit”.

Für mich ist und blebt es irritierend, dass ich über Stay*friends und andere Netze Kontakte per Mail aufrechterhalten kann mit Leuten, die vorher meine Mail-Adresse schon fünf Jahre kannten, aber nicht nutzten. Per Socialdings ist es dann auf einmal das normalste der Welt, auch einen längeren Austausch abzuwickeln, zügig zu antworten, den Faden nicht schon nach zweimaligem Pingpong wieder zu verlieren. Jeder Versuch, die Kommunikation auf die “normale” Mailbox umzuleiten, schlägt fehl. Ein bisschen seltsam ist das schon.

Einerseits will ich nicht meckern: Es ist viel einfacher so, auch für mich. Keine Nachricht geht verloren, kein Müll findet sich im Anhang und kein Support wird von mir erwartet. Weil nichts klemmt. Andererseits frage ich mich schon, ob diesen ganzen “Usern” klar ist, dass sie nicht einfach nur eine Maschine benutzen, die ihnen mailen hilft. Jede Plattform von Menschen für Menschen wird von Personen betrieben, die in alles reinschnüffeln können, Daten speichern können, Statistiken anlegen, Kommunikation archivieren, Profile abgleichen und Verbindungen herstellen.

Selbst wenn ich mit privaten Daten und Aussagen vorsichtig bin, was ja bei weitem nicht alle sind: Wenn Stayfriends meine Mailbox ist und Xing mein Schaufenster und wenn ich meine Web-Freizeit kontinuierlich auf Facebook protokolliere, wie viel von dem, was über mich im Datenstrom landet, kann ich tatsächlich noch kontrollieren? Und wieso stört das niemanden, so lange nur irgendein Spielzeug damit verknüpft ist?

# melody am 03. Februar 2010 um 11:13 AM
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Ein Kunde hatte eine Domain samt Inhalten gekauft, die momentan noch am anderen Ende der Welt verwaltet wird. Von jemandem, der auf die Bitte nach Übergabe der Zugangsdaten stets antwortete, man könne ihm gerne mitteilen, welche Aufgaben erledigt werden sollen - er mache das dann schon.

Also forderte ich ihn höflich nochmals auf, mir den FTP-Zugang zu geben und der Mann erklärte mir, das ginge doch aber nicht. Ob ich denn nicht wisse, wie FTP funktioniert und Webhosting und dass auf so einem Server ganz viele Daten liegen. Die anderen Kunden würden das sicher nicht wollen, aber er dürfe das sowieso in keinem Fall freigeben. Ja, das gelte auch für Datenbanken.

Nachdem klar war, dass da sowieso nix Gewaltiges liegt, an das wir nicht auch so kämen, bat ich ihn dann eben um Übersendung aller Inhalte.

Klar, macht er gerne, meinte er. Müsse mich aber warnen: Eventuell käme dann (GASP!) ein ............ (Trommelwirbel) ........ Zipfile.

Und noch was. Er hätte dafür dann doch gern unseren FTP-Zugang.

(Ähnlichkeiten mit anwesenden oder mitlesenden Personen sind zufällig. Geschilderte Abläufe beziehen sich auf frühere Erlebnisse. Und es ist ganz sicher auch nur ein Zufall, dass bei jeder Antwort von ihm die Copy an die GeschäftsführerIN fehlte.)

# melody am 19. Januar 2010 um 09:40 AM
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Wie entsetzlich nervig ist das denn?

Angerufen zu werden, weil eine Agentur einen “Newsletter-Verteiler aufbauen möchte” ist gleich noch dreimal so nervig wie Callcenter-Spam.

Oder irre ich mich? Sind etwa alle anderen total begeistert davon, sich an einem Montag mitten im Höllenstress einen Vortrag darüber anzuhören, dass irgendwelche anderen Menschen gerne Werbung für sich machen würden und statt den normalen Weg per Mail-Anfrage zu gehen, die Telefonleitung und kostbare Zeit blockieren?

Wenn ihr euch alle total freut über solche Anrufe, dann will ich natürlich nichts gesagt haben.

Außer, dass ich den Auslöser angemailt habe, um ihm mitzuteilen, dass einzig und alleine Mail ein Weg sei, mich zu erreichen. Stimmt auch. Telefonate nerven. Man kann Gesülz nicht wegklicken, kann nicht weiterscrollen, kein Bookmark setzen und überhaupt.

# melody am 26. Oktober 2009 um 03:11 PM
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Wenn ich so an meiner Kristallkugel vorbeischaue, fällt mir doch glatt was auf.

Beratungsgespräch und detailliertes Angebot abgegriffen und mit den neuen ‘Erkenntnissen’ dann doch lieber selbst eine grausame Baukasten-Website zusammengeklatscht: Heilpraktiker mit Geistheiler- und Fußpflege-Background.

Eine Erwartungshaltung in Hochhausdimensionen und ein Budget, das in einen Kronkorken passt: Russischstämmiger Eso-Heinz, der Familienaufstellung für eine der Voraussetzungen für erfolgreiche Diäten hält und im Grunde genau das versuchen möchte, was der andere gemacht hat. Aber nicht mal das kann.

Mit der durch mich erstellten sorgfältig optimierten Baustellenseite zu allen wichtigen Suchbegriffen auf dem ersten Platz und schön davon profitiert, aber dann doch lieber einen Billigheimer beauftragt und nicht mal Bescheid gesagt: Heilpraktikerin (deren Baustellenseite ich soeben gelöscht habe).

Und alle drei sind totaaaaaal erstaunt, dass ich mich nicht bereitwillig kostenlos vor ihre Füsse werfe und sie noch ein bisschen berate und so. WTF?

# melody am 28. September 2009 um 08:21 AM
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Meine Kreditkarte ist gut im Training, zumindest dachte ich das. Im Einkaufen bin ich ganz große Klasse, und das nicht erst, seit ich auch Shopping-Guides fürs Internet schreibe gelegentlich, sondern immer schon.

Außerdem bin ich schon groß und habe daher keine Aufsicht, die diesbezüglich ein wachsames Auge auf mich halten könnte.

Dachte ich.

Bis ich versuchte, zur Abwechslung mal 800 Dollar auszugeben statt hier und da 80 oder 300. Da stellte sich dann nämlich heraus, dass ‘meine’ Kreditkartenfirma einen neuen Babysitter installiert hat: Eine “selbst lernende” Software, die anhand meines bisherigen Profils versucht, meine Karte vor Missbrauch zu schützen und diese erst mal ganz prima gegen mich geschützt hat.

Schon mal versucht, einem amerikanischen Anbieter zu verklickern, dass man keinesfalls pleite ist, sondern erst mal klären muss, was nu wieder los ist? Erfrischend ist das.

Die Customer Service Hotline arbeitet glücklicherweise auch samstags und konnte mir unglücklicherweise nur sagen, dass die Software halt ganz toll auf mich aufpasst, aber eine normale Überweisung dürfte ich anleiern. Auf mein empörtes Schnaufen hin (Expresslieferungen werden so witzlos, wenn man vorher acht Tage auf langsam eintrudelndes Geld wartet) schlug man vor, ich könne den Anbieter doch bitten, den Betrag zu splitten.

Schon mal versucht, einem amerikanischen Anbieter zu verklickern, dass man keinesfalls pleite ist, sondern nur in Häppchen zahlen darf? Netterweise teilte man dort dann die Summe durch zwei.

Daraus hat die selbst denkende, selbst lernende Software messerscharf geschlussfolgert, dass ich ganz doof bin und eine Transaktion versehentlich zweimal tätigen möchte. Und mich gesperrt für den Tag.

Diese Fürsorge war einfach zu viel für mich und ich habe beherzt zum Paypal-Dings des Mannes gegriffen, um die andere Hälfte zu zahlen. Paypal ist Teufelswerk und sollte schon aus Datenschutzgründen dringlichst vermieden werden, aber funktioniert wenigstens.

Der amerikanische Anbieter hat dann brav meinen Ausführungen gelauscht, was ich von selbst denkender Software halte und wirkt seitdem recht erheitert in der Korrespondenz. Aus Ms Heine wurde ein Carola.

So kann man natürlich auch Freunde finden, overseas.

# melody am 19. Juli 2009 um 12:48 PM
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Sie sind ein Handwerker, Einzelunternehmer oder als Chef einer kleinen Firma unterwegs?

Ich hätte da in meinem Heimwerker-Blog 10 goldene, praxisbewährte Tipps für Sie, damit Sie diesen Sommer garantiert ungestört genießen können.

1) Seien Sie unauffindbar. Stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie keine Website haben oder wenn, dann nur eine Baustelle (ha ha). Tragen Sie einen Fantasienamen oder eine schwammige Tätigkeitsbeschreibung in die Gelben Seiten ein, denn nur so können Sie gezielt vermeiden, dass potenzielle Kunden Sie finden und sofort kontaktieren können.

Alles lesen.

# melody am 11. Juli 2009 um 04:59 PM
Rant, if you can • 0x Feedback | (539 Aufrufe)

Wenn man sich die Agenturen und Freiberufler aussuchen kann, mit denen man zusammenarbeitet, zum Beispiel.

Manchmal bekommt man aber auch einen Dienstleister vererbt und muss sich mit dessen Verhaltensweisen auseinandersetzen.

Der bereits Erwähnte ist nun ein nicht unwichtiges Zahnrad in einem größeren Site-Umzug, den wir seit zwei Monaten vorbereiten.

Gründlichst, detailliert und sorgfältig vorbereiten. Inklusive genauer Terminabsprachen mit allen Beteiligten, der Bestätigung dieser Termine per Mail und der ständigen Information über den aktuellen Status.

Am Montag wird der Umzug sein.

Heute verkündete er dann dem Kunden gegenüber bei einem “sicherheitshalber doch noch mal über Montag sprechen”-Anruf, er habe keine Ahnung und sei von uns bisher auch gar nicht informiert worden, dass der Umzug am Montag sei und sowieso, er ist unterwegs und so.

Ich kotze Blut und Galle hier. Habe mich schwer beherrschen müssen, nur die letzten beiden Termin-Erinnerungs-Bestätigungs-Informations-Mails zu meiner Absicherung noch mal an alle Beteiligten zu senden und nicht den ganzen Schwall der letzten Wochen.

# melody am 24. April 2009 um 12:58 PM
Rant, if you can • 0x Feedback | (898 Aufrufe)

Solche Nachrichten lassen mich ziemlich kalt, auch in der Wirtschaft sterben die Deppen nicht aus und Flugzeugsitze waren noch nie sonderlich bequem, auch nicht für schlanke Hochgewachsene oder sonst wen, der gerne die Beine ausgestreckt hätte.

Die virtuelle Hutschnur geht mir aber hoch, wenn ich in Meldungen sowas lese wie: »Die Gebühr - wenn eingeführt - werde zudem vielleicht ein Ansporn für besonders “große” Passagiere sein, ein wenig abzunehmen und sich leichter und gesünder zu ernähren.«

Geht’s noch, Damen und Herren von Ryanair? Was kommt als Nächstes, Intelligenztests für Raucher oder eine Sportprüfung für alle ab 60, damit sie sich verantwortungsvoll fit halten und anschließend in eure Flugzeuge “dürfen”?

Es geht euch nicht um die Gesundheit der Passagiere. Es geht darum, möglichst wenig Platz und Service fürs Geld zu bieten, damit der Profit möglichst hoch bleibt. So weit, so ätzend und völlig normal für ein Angebot von Firmen, die noch nicht begriffen haben und wahrscheinlich nie begreifen werden, dass die interessanteren Kunden für normalen Komfort auch normale Preise zahlen würden.

Aber spart euch dabei doch bitte die scheinheiligen Lügen und die huldvolle Bevormundung rund ums Gesundheitsbewußtsein. Danke sehr.

# melody am 22. April 2009 um 06:46 PM
Rant, if you can • 6x Feedback | (957 Aufrufe)

Der Mann hat ja neulich schon erzählt, dass man auf der Post versucht hat, ihm Wertpapiere und Versicherungen anzudrehen, da fand ich das noch lustig.

Heute aber musste ich eine Versicherung anrufen und die Telefonzentrale fragte mich als erstes, ob man meine Telefonnummer für Werbeanrufe verwenden dürfe.

Nö, meinte ich und dass ich Werbung nur auf Papier entgegennehmen würde. Daraufhin fragte die Dame mich nach einer Mail-Adresse, um mich über “neue Produkte und Lösungen” informieren zu können. Das lehnte ich dankend ab und fragte, ob sie mir nun den Ansprechpartner nennen könne, den ich suchte.

ABER ICH STELLE IHNEN DOCH GERADE EINE GANZ ANDERE FRAGE, meinte sie daraufhin sehr feist und bestand darauf, meine Mail-Adresse notieren zu wollen.

Mir blieb nichts anderes übrig, als noch dreimal die Info zu wiederholen, dass ich Werbung nur per Briefpost akzeptieren würde, bevor sie mich weiterverband. Mit der falschen Nummer übrigens.

Das war aber nicht der letzte unverschämte Mensch dieser Firma, denn die Alte vom Telefonverkauf nannte uns einen zufriedenstellenden Versicherungstarif fürs Jahr und erst bei Durchsicht des Vertrags (der per Mail kam) war ersichtlich, dass es sich um den Rest des Jahres handelte für diesen Preis.

Mögen sie alle Menschen aus ihrer eigenen Branche heiraten, von ihren Nachbarn durchschaut werden und in jedem Spiegel ihre eigene Schmierigkeit erblicken.

# melody am 22. April 2009 um 12:35 PM
Rant, if you can • 0x Feedback | (761 Aufrufe)

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