Bloggen ... wird überbewertet.

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Eine der Anzeigen auf den Kuechenzeilen kam mir seltsam vor und ich habe mir die URI genauer angeschaut: Ein Shop für Insektenesser. Nicht -fresser, tatsächlich für Esser, zweibeinig.

Insektessen.de, deutschsprachiger Ableger eines niederländischen Shops. Wer gerne Schaben am Stil mag oder beim Bloggen behaglich ein Schüsselchen Larven knuspert, ist hier goldrichtig. Ob Ameisen in Schokolade unbedingt sein müssen oder ein originelles Mitbringsel sind, ich weiß es wirklich nicht.

(Betrachte dieses Fundstück als optische Unterstützung meiner nachschwangerschaftlichen Frühjahrsdiät. Urghs.)

# melody am 31. Januar 2008 um 05:35 PM
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Zitat aus der Pressemeldung (!): »Über den bisherigen und weiteren Verlauf dieser höchst unerfreulichen Vertragsbeziehung [...] berichtet die technisch auf hohem Niveau arbeitende, nun stark eingschränkte Rechtsanwaltskanzlei ständig in ihrem Weblog«

Außerdem heißt es in der Mitteilung, die ich auf Open PR fand: »Die Kanzlei Hoenig Berlin ist seit Montag, den 28.1.2008 ohne Telefon- und Internet-Anschluß. [...] Statt kompetente Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, wird der Anrufer durch Automaten, Warteschleifen und Call Center Agents vertröstet. Erst der Kontakt des Rechtsanwalts Hoenig mit der Rechtsabteilung des Unternehmens brachte ein wenig Bewegung in die Sache. Ein zeitnaher Erfolg stellte sich nach diesem Vermittlungsversuch aber auch nicht ein.

Die Kanzlei nimmt daher ihre Anrufe und Faxe nun per Sekretariats-Service entgegen, über ein Notebook und per UMTS kann der eMail-Verkehr zumindest kontrolliert werden, Funktelefone ersetzen das Festnetz. Ansonsten wird die Dienstleistung der gelben Post wieder beansprucht.«

Das Blog der Kanzlei berichtet detailliert. Den Namen des Anbieters habe ich in meinem Posting mal weggelassen, damit Google nicht User herspült, die nach solchen Details suchen, denn denen könnte mein Link kaum helfen. Bemerkenswert finde ich vor allem die aufs Blog verweisende Pressemitteilung.

# melody am 30. Januar 2008 um 03:17 PM
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Zwischen den Feiertagen klingelte es an unserer Tür und jemand fragte Oliver über die Gegensprechanlage nach mir: Mein Hund sei in sein Auto gelaufen. Wir haben keinen Hund, dafür sind wir – der Online-Welt sei Dank – eine Menge Spacken gewöhnt und erklärten dem Mann also nur, dass wir keinen Hund haben und beendeten das Gespräch zügig.

Zwei Tage später erhielt ich eine erboste Mail. Mein Hund Anton sei in sein Auto gelaufen, wie ich ja wohl wüsste, und es würde mir gar nichts helfen, die falsche Handy-Nummer genannt zu haben und den Hund an der Tür zu verleugnen! Eine aufgeregte Mail, die meinen Vornamen, Namen, mein Geburtsjahr und den Doppelnamen von Oliver (naja) als »Beweis« dafür nannte, dass es sich um mich handelt. Außerdem käme ich aus München.

Ich hab dann mal nachgesehen. Nein, ich hatte immer noch keinen Hund namens Anton und die Stadt vorm Fenster war Düsseldorf.

Also habe ich dem Mann höflich gemailt, dass mir immer noch der Hund fehlt, vor allem aber die Ahnung, was er nun überhaupt von mir will.

Er schickte per Mail ein Foto. Wie Oliver so treffend bemerkte: Statt den freundlichen blonden Hund (nicht meiner) zu fotografieren, hätte er vielleicht lieber die Besitzerin ablichten sollen. Von der sah man nur ein paar Stiefel. Waren nicht meine. Dem Hund ging es aber gut, das sah man. Es war bloß nicht unserer.

Irgendwann nach viel Hin und Her stellte sich heraus, dass es tatsächlich eine Namensvetterin gleichen Jahrgangs von mir gibt, die einen Mann mit Doppelnamen hat und mit dem Anton-Hund hier Urlaub gemacht hat und deren Hund in das Auto unseres hartnäckigen Detektivs gelaufen war.

In der Aufregung hat sie eine Ziffer ihrer Handynummer vergessen und dank Google hat der Mann dann mich gefunden und zur Rede gestellt, mit einer Anzeige gedroht. Der Betroffene hätte nicht locker gelassen, so viel steht fest: Wäre die andere Dame nicht wieder aufgetaucht, er hätte wieder vor der Tür gestanden.

Schwierig, die Nichtexistenz eines Hundes zu beweisen. Es hätte ja auch ein Leihhund sein können.

# melody am 18. Januar 2008 um 12:56 AM
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»Thanks for making my day.« - Keine bösartige Verspottung, sondern ein amüsiert-bis-anerkennender Ausdruck, mit der man sich für die Horizonterweiterung bedankt. Freundlich, frisch und fröhlich. Wahrscheinlich am besten nur bei ebensolchen Personen einzusetzen.

»Irredeemable« - Hoffnungslos. Wie das Unterfangen, jemandem klar zu machen, dass man ihm nichts Böses gewollt hat, wenn er doch unbedingt glauben möchte, dass man das will. Man kann’s im Grunde lassen, denn so oft man auch erklärt, dass man nichts Negatives gemeint hat, der Andere wird höchstens noch wüster behaupten, dass man ihm was wollte und dass er noch mindestens einen anderen gefunden hat, der seine Meinung bestätigt. Wenn ein Punkt der absoluten Unverschämtheit und Anmassung erreicht wird, kann man eh nichts richtiges mehr sagen, denn manche Menschen sind GOTT. Wenn auch nur in ihrem Wasserglas :-) das sie bestürmen.

to set at nought - in den Wind schlagen. Von Versuchen, einzulenken.

Pouring oil on troubled water - die Wogen zu glätten versuchen führt in dem Fall höchstens zu schmutzigem Wasser, aber sicher nicht zur Entspannung einer Situation, die so einseitig befahren wird.

»A Roland for an Oliver« - Auch gerne: “tit for tat”. Auf deutsch zu übersetzen mit “Wie du mir, so ich dir”. Wenn ein Dank für den Tag zu hoffnungslosen Unterfangen führt, verzichtet man am besten auf einen Roland für einen Oliver und geht auf das Gezöff nicht ein.

Das macht es nicht besser. Aber wesentlich kürzer.

# melody am 05. Oktober 2006 um 02:50 PM
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