Bloggen ... wird überbewertet.

Positionierungs-Coach Heide Liebmann ruft zu einer Blogparade über Lektionen aus der Selbstständigkeit auf und erzählt im Ausgangsbeitrag, wo sie sich am Anfang die Nase blutig gehauen hat.

„Jetzt würde mich also interessieren, was deine größten Stolpersteine in der Selbstständigkeit waren – und wie du damit umgegangen bist. Ich stelle mir vor, dass wir alle davon profitieren könnten, wenn wir uns ein bisschen in die Karten gucken lassen.“

Gelernt: Professioneller Abstand will erlernt sein

Wenn ich zurückschaue auf die Anfänge meiner Freiberuflichkeit, dann war ich damals ganz klar viel zu vertrauensselig. Ich hatte ein paar sehr zeitraubende Kunden, echte Energievampire, die mir gegenüber von schweren Schicksalen klagten, um den Preis zu drücken und habe als blutige Anfängerin wirklich (anfangs) diese Geschichten geglaubt und dann auch noch gedacht, dass ich tatsächlich im Preis nachlassen müsste – um nett zu sein, um den Auftrag zu kriegen und eben auch, weil ich als Einsteigerin auf erprobte und eiskalt abgebrühte Manipulatoren hereingefallen bin und dachte, ich kann helfen.

Zum Glück war das nur eine sehr kurze Phase und ist lange her.

Es gab beispielsweise einen Geschäftsmann, der sich als Familienvater in einer schlimmen Notlage schilderte und zwar sehr überzeugend, sogar mit Tränen in den Augen und blumigen Erzählungen. Später stellte sich durch einen Zufall heraus: Die Notlage bestand darin, dass er mehrfach sechsstellig Steuern unterschlagen hatte und erwischt worden war.

Danach beeindruckte mich keine weinerliche Story von wildfremden Kontakten mehr.

Trotzdem bin ich doch noch ein letztes Mal hereingefallen und habe im Bekanntenkreis auf eine rührselige Armutsgeschichte hin einen viel zu niedrigen Preis gemacht. Woraufhin die „befreundete“ Kollegin mir mitteilte, sie habe da zusätzlichen Anforderungen, die sie natürlich als im Preis enthalten betrachten würde – aber keine Sorge, es würde schon noch reichen, wenn das fertig sei, sobald sie in wenigen Wochen von den Malediven zurück sei.

Das war’s.

Danach hatte dann auch ich endlich gelernt, dass man sich nie emotional erpressen lassen darf und garantiert irgendwas faul ist, wenn jemand manipulativ drängt, jammert und klagt.

Wären die Notlagen dieser „Kunden“ echt gewesen, hätte ich zwar keine Sekunde dieser wirklich schlimm unterbezahlten Jobs bereut.

Heute lasse ich mich auf solche Gespräche aber gar nicht mehr ein.

Sollte ich mich für ein Ehrenamt oder eine Spende entscheiden, dann suche ich mir das nämlich lieber selbst aus.

Beginnt ein Gespräch also mit Gejammer über die schwierige finanzielle Situation, frage ich jetzt einfach nach dem Budget und erkläre, was sich damit machen lässt - und was nicht.

# melody am 11. November 2013 um 01:40 PM
Arbeitsalltag • 0x Feedback | (1070 Aufrufe)

Heute packen wir für eine Aktion ein Päckchen mit ganz besonderen Keksen - übrigens auch eine schöne Idee für Kundengeschenke oder einen Kundengruß zu Weihnachten - nämlich QR-Code-Kekse, kurz Qkies genannt.

Wie man an dem perfekten Format und den hygienischen Tütchen der einzeln verpackten Cookies schon sehen kann, haben wir die nicht selbst gebacken, sondern sie stammen von Qkies.de. Wir können selbst nicht nur entscheiden, sondern auch online verwalten, auf welche URI der QR-Code zeigen soll.

image

Jetzt bin ich damit beschäftigt, die Kekse vor den hungrigen Mäulern der Familienmitglieder zu retten, von denen nicht alle wirklich einsehen, dass diese Qkies für eine bestimmte Aktion bestimmt sind. Schnell eintüten also :-)

Vielen herzlichen Dank an das Team von Qkies.de und vor allem an Andrea Juchem, dieses QR-Marketing ist einfach super und alles hat reibungslos geklappt. Danke!

*

P.S. dies ist kein bezahlter Werbe-Eintrag. Nur meine Begeisterung für Idee und Ausführung!

# melody am 09. Mai 2013 um 07:38 PM
Notizblogging • 0x Feedback | (1833 Aufrufe)

Barbara Brecht-Hadraschek beantwortet die Frage, was in einem Drehbuch für Web Based Trainigs stehen sollte.

Was steht in einem WBT Grob- und Feinkonzept?

# melody am 18. März 2013 um 09:10 PM
Notizblogging • 0x Feedback | (1664 Aufrufe)

An den diversen "Kooperationsanfragen" in meiner Mailbox merke ich es schon jetzt:

Der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai ist nur noch knapp zwei Monate entfernt.

Vor 16 Jahren habe ich zum ersten Mal eine (einzelne) Seite zum Thema ins Netz gestellt, seit ungefähr 9 Jahren wesentlich umfangreichere Informationen ... und seit man so belagert wird und für ein paar Cent die besten Werbeflächen herausrücken soll, macht es im Grunde keinen Spaß mehr.

# melody am 12. März 2013 um 11:00 PM
Notizblogging • 0x Feedback | (1465 Aufrufe)

»Das neue Büro könnten wir doch eigentlich katzenfrei halten.« sagte ich vor unserem Umzug und zog den jüngeren, aber größeren Kater aus dem Papierkorb, in dem er kopfüber steckte, um seinem Faible für gebrauchte Taschentücher zu frönen. »Stimmt.« sagte der Mann und verlagerte Miss Sally vom rechten auf den linken Oberschenkel, um besser an sein Mousepad zu können.

Vor ihm lungerte der alte Kater herum, der seit dem Eintreffen von Miss Sally begriffen hatte, dass die Konkurrenz oft schläft – meistens dort, wo er selbst auch gern gelegen hätte. Sobald ein interessanter Platz frei wurde, rutschte er nach. Der Mann hatte meistens einen Fellball auf dem Schoss.

Katzen auf jeder Ablagefläche, zwischen Kaffeetasse und Tastatur, am Schredder und im Postkörbchen. Besonders wenn alle drei energisch nach Streicheleinheiten verlangten, klang ein Bereich „ohne“ irgendwie nach einer guten Idee. Fanden wir.

*

Das neue Büro war eigentlich katzenfrei, aber als wir die Kartons ausgepackt hatten, legte sich der Bratbär sofort in die rote Holzkiste, die eben noch voller Kabel gewesen war. Treuherzig schnurrte er uns an und bedankte sich für diesen schönen neuen Platz.

Wir schauten uns fragend an, wurden aber durch das Knacken abgelenkt, das immer dann entsteht, wenn Miss Sally sich auf dem Papiereinzug des Kopierers zusammenrollt – wir mussten dieses Geräusch beim ersten Mal natürlich erst kennen lernen. 

Erleichtert ließ der Waldschrat sich daneben in einen Karton sinken, den ich frisch beschriftet hatte. Sein Blick sagte eindeutig » … und ich dachte schon, mich hättet ihr vergessen.«

Der PC-Lüfter sirrt, der Waldschrat schnurrt, der Bratbär brömmt und Miss Sally vibriert leise, wenn man kopiert. Wir wollten eigentlich mal ein katzenfreies Büro - aber wir haben vergessen, warum.

Katzen im Büro

*
(Beitrag zur Blogparade “Tiere im Büro” von Bürokondition.de)

# melody am 22. Januar 2013 um 01:36 PM
Just for fun • 2x Feedback | (1657 Aufrufe)

Als diese Domain am 8. August 2001 erstmals online ging, tobte in der aufkeimenden deutschen Blogosphäre noch die Diskussion, ob "Online-Tagebücher" sich als Blog bezeichnen lassen dürfen.

Sich als Businessblogger zu bezeichnen war ein Scherz und RSS erklärungsbedürftig.

# melody am 08. August 2012 um 02:00 AM
Altes NotizblogNotizblogging • 0x Feedback | (1964 Aufrufe)

Endlich wieder im Netz: Unsere offizielle Website. Es hatte viele gar nicht schöne Gründe, warum das alles so lange gedauert hat, doch die sind überstanden und nun wurde es wirklich Zeit für den Relaunch.

Ganz fertig sind wir noch nicht, aber wir wollten jetzt nicht noch länger warten und haben die neue Seite “eingeschaltet”: Blogwork.de.

blogwork.de

Genau wie erwartet sind einige der Reaktionen auf das Slider-Template eher erstaunt. Da müsst ihr jetzt aber durch :-)

Es ist nämlich überhaupt nicht so, dass unsere Website “der Mehrheit” gefallen muss (so lautete die Erwartung in einem Gespräch, das wir heute morgen führten).

Stimmt ganz und gar nicht. Das wäre ja furchtbar*. Sie muss erst mal uns gefallen.

Und es ist auch nicht richtig, dass das Allerwichtigste an einer Website ist, dass sich jeder “noch so unbedarfte” User blind zurechtfindet.

Unsere typischen Kunden bewegen sich souverän im Web und können sich auf eine neue Navigationssituation locker einstellen. Wir peilen nicht den Massenmarkt an, sondern arbeiten mit aufgeschlossenen und interessierten Menschen zusammen, was uns übrigens sehr glücklich macht.

Das Ziel - unseres in diesem Fall - ist also nicht, eine allgemein gültige und jedermann gefallende Website zu erstellen, um eine möglichst große Schnittmenge User und deren standardisierte Erwartungen anzusprechen.

Sondern endlich wieder eine Business-Website zu haben, dabei zunächst mal ein Slider-Template auszuprobieren und HTML5 und uns mit dem Ergebnis wohlzufühlen. Später probieren wir andere Dinge. Im Moment sind wir aber sehr zufrieden.

Das Ziel der nächsten Website für uns oder unsere Kunden sieht dann schon wieder ganz anders aus. Neues auszuprobieren ist eben manchmal genau so wichtig wie die Umsetzung von Erlerntem. Oder so.

Ja, ich weiß. Dieser Gedankengang ist ungewohnt und erfordert eine gewisse Toleranz und ein Umdenken: So baut man sich doch keine Unternehmens-Website. Oder doch? Ist ein bisschen wie ein Slider-Template: Alles funktioniert wie gewünscht, obwohl der Betrachter es anders erwartet hat. Wie gesagt: Da müsst ihr durch.
:-)


*Allen gefallen zu wollen ist nie ein gutes Ziel, denn das ist naturgemäß unmöglich und führt nur zu Verflachung.

 

# melody am 17. Juli 2012 um 10:54 AM
Notizblogging • 2x Feedback | (2331 Aufrufe)

Während Kind und Mann auf der Kirmes sind, verwandele ich eine PSD-Datei in HTML 4.01, um sie anschließend in EE-Templates umwandeln zu können.

Viel konzentriertes Gefrickel und ich war mit dem Kopf ganz woanders, als ein Bekannter mich eben fragte, warum er Website X mit Funktionsumfang Y denn nicht mit Typo3 realisieren solle - er habe nur gute Sachen darüber gehört. Oder vielleicht doch lieber mit dem Baukasten seines Providers? Nein, dann doch lieber mit Typo3.

Ich war in Gedanken tief im entstehenden Design und deswegen habe ich auch ohne zu zögern geantwortet “Du fährst doch auch nicht mit dem LKW zum Nebenhaus, um ein Brötchen einzuladen”.

Danach war das Gespräch dann wesentlich lockerer, ich glaube, er haft sofort verstanden, was ich meinte :-))))

*

p.s. über Baukasten-Websites diskutiere ich eigentlich gar nicht. Ich frage nach, wann mein Gesprächspartner das letzte Mal beim Googeln ein erfolgreiches Baukastenprojekt oben in den Rankings gefunden hat.

# melody am 15. Juli 2012 um 05:13 PM
ExpressionEngine • 0x Feedback | (2078 Aufrufe)

Nützliche Schreibtischbegleiter: Quick Reference Guides zur EE

http://devcheatsheet.com/tag/expressionengine/

und http://devcheatsheet.com/ ist auch alleine eine Reise mit dem Mauszeiger wert ;-)

# melody am 11. Juli 2012 um 12:50 PM
ExpressionEngine • 0x Feedback | (1717 Aufrufe)

,,,, mit Ricarda Essrich, Übersetzerin und Lektorin für skandinavische Sprachen und seit kurzem auch Schwedisch-lernen-Bloggerin:

http://schwedisch-lernen.org

Sie nennt es ihren “Elchtest für Sprachkurse” :-)

# melody am 06. Juli 2012 um 11:10 AM
Notizblogging • 0x Feedback | (1335 Aufrufe)

Seite 1 von 135 Seiten insgesamt.

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Genau das war ja die Frage :-)


(Ich habe keine Lust, Scherze zu erklären, es muss auch gar nicht...




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